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Mittwoch, 31. März 2004

Veranstaltungen
20.00 Uhr

Schlossgespräch
Ahaus, Fürstensaal des Schlosses

 
Beschreibung:
Vortrag Oswald Metzger
"Die soziale Marktwirtschaft im 21. Jahrhundert - ein Auslauf- oder Zukunftsmodell?"
Merkmale wie Leistung, Wettbewerb, Eigenverantwortung, Solidarität, Subsidiarität, so viel Markt wie möglich - so wenige Staat wie nötig, der Staat als Schiedsrichter usw. bildeten die Grundlagen für eine soziale Marktwirtschaft, die nach 1945 in der Bundesrepublik Deutschland zu einem Garanten für Wachstum und Wohlstand wurde. Angesichts der sich verfestigenden aktuellen Entwicklungen, die durch fehlendes Wachstum, steigende Arbeitslosigkeit, wachsende Staatsverschuldung, eine sehr hohe Staatsquote und drohende Insolvenz der Sozialsysteme gekennzeichnet sind, reden Kritiker nicht nur von einer Rezession, sondern auch von einer Ökonomischen und mentalen Krise in Deutschland. Notwendige Reformen, die mit mehr Eigenverantwortung, Deregulierung, Konsolidierung der Staatsfinanzen, Dezentralisierung und Privatisierung verbunden sein sollten, werden von den Politikern angesichts der unpopulären Folgen nur Halbherzig vorgenommen, obgleich sich im Grunde alle Parteien darin einig sind, 'dass Deutschland so neoliberal wie nötig und so sozial wie möglich verändert werden muss', wie es Bernd Ulrich in der Wochenzeitung DIE ZEIT (Nr. 46, 6. November 2003, S. 1) vermerkt. Kann die soziale Marktwirtschaft mit ihren Grundsätzen und Regulierungsmechanismen im Zeitalter der Globalisierung noch die notwendigen Impulse für den Wandel geben oder benötigen wir eine neue Wirtschaftsordnung?