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FAZ (Sonntag)

20.02.2005 
Der Besserwisser - Der grüne Querkopf Oswald Metzger wird wieder lauter

Beschreibung:
Auszüge aus dem Artikel von Fritz Friedebold:

"... Da ist er wieder, der Querkopf, der alte Rebell. Der es sich nicht nehmen lässt, seine Position zur Einreiseaffäre sogar im Fernsehen zum besten zu geben. Am vergangenen Donnerstag nervt er seine Partei in der Sendung "Studio Friedman", denkt vor laufender Kamera laut darüber nach, ob sich Joschka Fischer mit dem Begriff der "politischen Verantwortung" richtig ausgedrückt habe; normalerweise bedeute diese Formulierung Rücktritt. Selbst Metzger wohlgesinnte Grüne sind entsetzt, hören eine entsprechende Forderung heraus.
Es ist keine. Aber der Friedman-Auftritt zeigt, wie waghalsig Metzger agiert ..."

„… Aber weil die Grünen Grüne sind, die Wähler im Südwesten nicht bereit, gleich Dutzende Ökos nach Berlin zu schicken, und Metzger Metzger ist, muss(te) das Parlament für mindestens vier Jahre auf einen seiner besten Redner, seiner profiliertesten Wirtschaftspolitiker und auf einen seiner unabhängigsten Köpfe verzichten. Metzger genießt quer durch fast alle Parteien Anerkennung. CDU-Mann Friedrich Merz, ebenfalls hoch geachtet und tief plaziert, sagt: „Es gibt nicht viele Grüne, die ordnungspolitisch so klar positioniert sind wie er. So einen wie Metzger hätte auch Platz in der Union, aber die Grünen brauchen ihn noch mehr.“ …“

„… „Vielen von uns geht er mit seinen neoliberalen Positionen mächtig auf den Wecker“, sagt Winfried Hermann. Aber: „Gut, dass er kandidiert.“ Dann könne man sehen, „wie plural unsere Partei ist“. Wie wichtig der „Flügelmann“ Metzger sei, hebt Winfried Kretschmann hervor, grüner Fraktionschef im Stuttgarter Landtag. „Wir brauchen jemanden an prominenter Stelle, der für nachhaltige Finanzpolitik steht.“ Einen, der dafür sorgt, „dass ökologische und soziale Marktwirtschaft nicht nur auf den Adjektiven, sondern auch auf dem Hauptwort betont wird“. Allerdings: Wer markante Positionen vertritt, müsse „besonders loyal zur Partei sein“, dürfe nicht „die Trompete der Opposition verstärken.“ …“

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Quelle:
www.faz.net, Artikel aus FAZ Sonntagszeitung vom 20.02.05, Seite 7

Vermerk:
(c) bei FAZ