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SCHWÄBISCHE ZEITUNG

10.12.2003 
"Manager des Gemeinwohls - verzweifelt gesucht!"

Beschreibung:
LAUPHEIM - Er hat noch einen Koffer in Berlin. Sogar eine Wohnung. Und möchte - "erklärte Absicht" - 2006 erneut in den Deutschen Bundestag einziehen. Vorerst jedoch verdient Oswald Metzger, früherer haushaltspolitischer Sprecher von Bündnis 90/ Die Grünen, als freier Publizist und Politikberater sein Geld. In den Medien ist er präsenter denn je und nimmt wie gewohnt kein Blatt vor den Mund. Gestern diskutierte der 48-jährige Finanzexperte mit dem Neigungskurs Gemeinschaftskunde am Carl-Laemmle-Gymnasium über Renten, Staatsverschuldung und Steuerreform.

"Einspruch! Wider den organisierten Staatsbankrott" heißt Metzgers aktuelles Buch. Die sieben Gemeinschaftskundler, Klassenstufe 12, blendend vorbereitet, wollen wissen, ob dieser Bankrott noch aufzuhalten ist. Darum soll es gehen im leicht untertemperierten "Viertelkreis" des CLG.

Oswald Metzger braucht nur wenige Sätze, um sich warm zu reden und die jugendlichen Zuhörer mit Argumenten und Bonmots für seine Sicht der Dinge zumindest zu erwärmen, obschon die Entwicklungen, die er skizziert, kein bequemes Aussitzen dulden. Beispiel Renten: Länger leben, weniger arbeiten und gleichzeitig den heutigen Wohlstand wahren wollen - "das passt nicht zusammen", warnt der Vollblut-Politiker. Er verweist auf die demografische Entwicklung im Land - immer weniger Erwerbstätige, immer mehr Ruheständler - und prophezeit den Gymnasiasten: "Ihr werdet mindestens bis zum 67. Lebensjahr arbeiten müssen."

Den kompletten Text von Roland Rey finden Sie unter:
www.szon.de/lokales/laupheim/stadt/20031...

Quelle:
Copyright: Schwäbische Zeitung Online