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FOCUS ONLINE

24.01.2006 
"Entlassungsproduktivität": Reflektionen über das Unwort des Jahres

Beschreibung:
Dieser Begriff, der vermeintlich so menschenverachtend daher kommt, signalisiert ein Phänomen, auf das die Gewerkschaften und die Linke eine Antwort schuldig bleiben. Zwar sind wir Deutschen international wettbewerbsfähig in einer Reihe von Branchen, was sich in der hohen Exportquote ausdrückt. Aber dieser Exporterfolg hat eine Kehrseite – und das ist die „Entlassungsproduktivität“. Denn in einem Land, in dem die Arbeitskosten (nicht die Nettolöhne der abhängig Beschäftigten!) relativ hoch sind, besteht der Preis der Wettbewerbsfähigkeit logischerweise im Abbau von Beschäftigten. Bei hohen Bruttoarbeitskosten ist ein Land nur wettbewerbsfähig, wenn es mit weniger Kosten (also Beschäftigten!) mehr Güter in derselben Zeiteinheit produziert. Höhere Produktivität durch verstärkten Kapitaleinsatz macht vordergründig wettbewerbsfähig, weil die Lohnstückkosten wettbewerbsfähig sind.
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